Kerwasburschen Bubenreuth

Kerwa- Tradition in Bubenreuth

Die Bubenreuther Kirchweih findet jedes Jahr am letzten Juni Wochenende statt.

Für uns Burschen beginnt die "Kerwa" allerdings schon am Mittwoch vorher.

 

Mittwoch - Fußballspiel: 

Am Mittwoch findet das Fussballspiel Kerwasburschen gegen die Studenten gegen 18.30 Uhr am neuen Trainingsgelände des SV Bubenreuth statt. Zuschauer werden mit Speis und Trank reichlich verpflegt.

 

Donnerstag - Baumumlegen:

Am Donnerstag Abend treffen sich die aktiven und Altburschen zum Umlegen des alten Kerwabaums. Die Jungburschen haben die Ehre das Loch in dem unser alter Baum steht frei zu schaufeln, so dass wir an die Keile kommen um diese zu entfernen. Bevor wir allerdings die Keile entfernen könne muss ein Fuchs der Burschenschaft (Steiger) mit Steigeisen auf die hälfte des Baumes klettern um dort das Schild der Bubenruthia zu entfenen und das Seil, mit dem der alte Baum dann umgezogen wird, zu befestigen. Ist das geschehen so werden langsam die ersten Keile, welche den Baum halten, entfernt und mit einem kräftigen Zug am Seil der alte Baum ungezogen. Wenn der Baum liegt wird er auf kurze Stücke zusammengesägt. Aus diesen Stücken entstehen die neuen Keile zum verkeilen für den neuen Kerwabaum. Die alten Keile werden für das Lagerfeuer an der Baumwache genutzt. Nach getaner Arbeit spendieren die Studenten noch eine ordentliche Brotzeit und ein Faß Bier das dann Gemütlich im Biergarten der Mörsbergei getrunken wird.

 

Freitag - Kerwaausgraben:

Am Kerwas Freitag treffen sich die Burschen und Madli um Ihrer heiß ersehnte Kerwa auszugraben. Das Ausgraben der Kirchweih spielt sich im Garten der Metzgerei Angermülle wie folgt ab. Die Wirtsleute des Gasthaus zur Post verstecken im im Angermüllergarten ein Faß Bier das die Kerwaburschen gemeinsam suchen müssen.

Ist das Faß gefunden stimmt der Finde das erste Kerwaslied an:

"Die Kerwa is kumma, die Kerwa is do,
die alten die brumma, die Junga sin froh"

Dann wird mit dem Fass vor die Wirtschaft gegangen wo die Kerwasau das erste Fass ansticht.
Anschließend marschieren die Burschen mit den ersten Biermaßen zu unseren Bauern und Witsleuten aus der jeder einen Schluck machen darf. Nachdem das geschehen ist bleiben wir im Garten des Gasthauses zur Post bis das Faß leer getrunken ist. Sobald das Faß leer ist geht’s hinüber in den Saal der Mörsbergei wo die traditionelle Kerwakneip der Studenten stattfindet dort wird dann gemeinsam mit den Studenten den Beginn der Kerwa bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

 

Samstag - Baum holen & aufstellen:

Noch leicht lädiert vom Freitag treffen Sich dir Burschen und die Studenten in aller Frühe zum hohlen des neuen Kerwabaums. Die Kerwasau schickt die Jungburschen zu den Bauern um das nötige Werkzeug zu besorgen sobald alles da ist geht es in den Wald. Je nachdem wo wir unseren Baum holen laufen wir oder fahren wir auf einen Anhänger in den Wald. Dort angekommen, wird der Steiger der Studenten angewiesen mit den Steigeisen auf den Baum zu klettern und den Stamm zu entasten. In dieser Zeit legen die anderen Burschen und Studenten die Wurzeln des Baums frei. Sobald der Stamm entastet ist wird vom Steiger das Seil zum umziehen des Baums angebracht. Nachdem der Steiger vom Baum herunter geklettert ist werden die ersten Wurzeln von unseren Baumfällexperten eingehackt. Zu diesem Zeitpunkt stehen wir schon alle am Seil und ziehen. ( Jeder hofft das der Baum nicht bricht). Mit etwas Glück liegt der Baum dann unversehrt wird fertig entastet und auf den Wagen von unserem Weisels Heiner verladen. Nach diesem harten Stück arbeit wird erst mal richtig Brotzeit im Wald gemacht. Nach der Brotzeit wird unser Baum zum Ortseingang von Bubenreuth gefahren wo wir dann mit der Musik abgeholt werden und in die Mörsbergei gespielt werden.

Jetzt muss der Baum nur noch in unser Loch geworfen werden dann hätten wir den ersten Abschnitt des Tages gut überstanden.

Nun ziehen die Burschen mit den Studenten durch den Ort um die Mädels der Füchse (junge Studenten) abzuholen. In dieser zeit Schmücken die Mädels der Kerwaburschen die Krone des neuen Kerwabaums und Die Bauern und Zimmerer nageln die Stangen um die Baum aufzustellen.

Wieder in der Mörsbergei angekommen, wird sofort damit begonnen den Kerwabaum aufzustellen. Das Kommando hierfür hat unser Altbursch Maggi (Markus Torner). Vielen Dank an dieser Stelle das er immer für die Burschen da ist wenn man Ihn braucht.

Nach dem der Baum steht stimmt die Kerwasau das Lied an:

"Schaut nauf aufm Meier, schaut nauf in die höh,
schaut nauf die alt weiber wies bleckn ihr zeh!"

Und alle sind froh das der Baum endlich steht. Jetzt ist kurz Zeit nachhause zu gehen und sich frisch zu machen. Am Abend treffen wir uns wieder wo für uns eine Band zu Tanz aufspielt.

Sobald die Musik aus ist versammeln sich die Studenten und Burschen um den Baum um ihn die Nacht über zu bewachen damit er nicht von anderen Burschenvereinen geschält wird.

 

Sonntag - Raustanzen:

Noch geschafft von der Baumwache treffen sich die Kerwaburschen am Sonntagmittag im Hof der Mörsbergei um durch den Ort zu ziehen und Ihre Madli zum Raustanzen abzuholen.

Wir ziehen mit einem Fässla Bier los und singen unterwegs unsere Kerwalieder.

Wenn wir wieder bei der Mörsbergei angekommen sind spielt uns die Musik mit einem Marsch in den Hof wo der Raustanz beginnt. Die Kerwasau hat die Birke in der Hand und  stimmt das erstel Lied an. Nach jedem Lied wird von der Musik ein Walzer gespielt zu dem die Burschen und Madli tanzen. Von Lied zu Lied wird die Birke weitergereicht bis die Kerwasau die Birke wieder in der Hand hat und das letzte Lied singt. Dann ist das Raustanzen vorbei. Jetzt hat die Kerwasau die ehre das Tanzpodium für den heutigen Tag zu eröffnen. Im Anschluss gehen die Burschen und Madli zum Kaffeetrinken in die Laube der Mörsbergei. Am Abend spielt dann wieder eine Band für uns zum Tanz auf.

 

Montag - Kerwasmontag:  

Am Kerwasmontag wird sich noch bevor der Hahn kräht getroffen um unsere Küchla und Kerwasteuer einzutreiben. Hierzu verkleidet sich die Kerwasau als Bäuerin mit einem Roch, Huckelkorb und Kopftuch. Dann wird von Haus zu Haus gezogen um die Kirchweihsteuer eintreiben. Bei jedem Haus an dem die Kerwaburschen was bekommen wird gesungen:

"Etz dank ma, etz dank ma, etz dank ma recht schee
da wern ma des nächst jahr glei wieder rei geh."

Und die Sau (Bäurin) kehrt mit ihrem Besen vor der Haustür der Spender.

Und wo niemand zuhaus ist singen wir:

"Heit is Kwerwasmontach, heit spieln ma unsa küchla zam
Heiligs Dunaweda wieda kans daham."

Zum Abschluss des Küchlazamspielns geht’s zum Traditionellen Kirchweihfrühschoppen in die Post.

Das Geld das wir hier einnehmen wird dafür verwendet die Kirchweih zu bezahlen. Darum ist das mit der wichtigste Tag was wir hier zu wenig einnehmen und nicht zum begleichen Rechnungen genügt muss jeder Bursch aus seiner eigenen Tasche noch nach der Kirchweih löhnen. 

 

Montag - Gegerrausschlagn:

An unserem Frühschoppen wird gegen Mittag der Geger im Angermüllergarten rausgeschlagen. Das ist kein brutales Spiel bei dem wir einen Hahn versuchen zu erschlagen.

Man muss sich das so vorstellen:

In der mitte des Gartens steht ein alter Blecheimer auf dem ein alter Steinkrug steht. Dann ruft unser Moderator Sepp Stadler verdiente Bubenreuther Bürger auf die die Chance haben den Geger zu gewinnen. Dazu müssen sie folgendes tun. Sie müssen sich die Augen verbinden lassen und einen ca. 4 meter langen Stamm in die Hand nehmen. Dann gibt unser ex Polizist Ludwig Kupfer die Komandos wie links um, rechts um, ganze Abteilung kehrt bis er sagt hau zu. Wenn der verdienter Bubenreuther jetzt den mit dem Stamm den Krug trifft so hat er den Geger gewonnen und hat die Ehre am Frühschoppen der Allgemeinheit ein 50ger Fässla Bier zu zahlen.

Am Nachmittag ziehen wir noch mal mit den Studenten durch den Ort und schauen bei deren Raustanzen zu. Danach lassen wir den Abend noch schön ausklingen.

 

Dienstag - Kerwa begraben:

Der traurigste Tag im Jahr. Bei Einbruch der Dunkelheit versammeln sich die Kerwaburschen und Madli nocheinmal um ihrer Kerwa zu beerdigen. In weiße Bettücher gehüllt laufen sie mit Trauermusik durch den Ort und halten an jeder Kreuzung eine Gedenkminute ab. Dann wird mit einen Fackelzug zum letzen mal in die Mörsbergei marschiert um vor dem Kirchweihbaum noch mal andächtig der Kerwa zu gedenken. (Hier steht meistens noch eine Flasche Schnaps die der Wirt stiftet). Danach gehen wir zur letzten Ruhestätte unserer Kerwa, in den Garten der Metzgerei Angermüller. Der Totengräber schaufelt nun das Grab in dem sybolisch für die Kirchweih in Krug beerdigt wird. Nachdem das letzte Lieder (Die Wildsau) von unserem Reser gesungen wurde und unser Willi die Lilli Marlen gespielt hat. Gehen wir zum Leichenschmaus ins Gasthaus zur Post.

 

Wir freuen uns schon auf die nächste Kerwa !!!

 

 

 

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